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AKTUELLER PRESSETEXT (inkl. Kurzform)

 

Es regnet nie, wenn sie spielen...

Zwanzig Jahre auf dem Teck nach Osten: 44 Leningrad haben Geburtstag

(Von Velten Schäfer)

 

Am Anfang war der Beat. Der Off-Beat, der zwischen dem Osten und dem westlichen Pop, zwischen der Polka-Sphäre und dem Ska-Universum schon immer eine heimliche Brücke geschlagen hat. Nur hat erst eine Mauer fallen, ein Bildersturm aufziehen und ein aufkratzendes Jahr ins Land gehen müssen, bis jemand den schmalen Steg über den Folklore-Graben beschritt. Der angelsächsischen  Coolness den Rücken kehrte, um auf das slawische Moll zu tanzen, auf die russische Seele anzustoßen und sich am Pathos des Bolschewismus zu berauschen.

Nach Leningrad sind vier aus der Sowjetgarnison an der Havel vor 20 Jahren aufgebrochen, doch ankommen können sie nie. Oder waren sie schon da, sobald sie den Fuß auf die Brücke setzten? Leningrad, das gibt es nicht mehr. Leningrad, das ist überall dort, wo MTV nie ankam. Ein russisches Märchen von Panzern und Pferdeschlitten, von Stalinorgeln und Akkordeon,  von Märschen über vereiste Flüsse und Abenden am  Samowar, von Morgenstunden an der Staßenbahnhaltestelle - und von schönen Mädchen und traurigen Soldaten. Es hat Zeiten gegeben, da waren noch zwei andere Konvois auf der dem Weg, den der Rote Stern ihnen gewiesen hat; Leningrad hat allerhand Cowboys angezogen. Doch inzwischen sind die Vier aus Potsdam wieder allein auf der Route.

Zwei Jahrzehnte sind sie nun schon auf dem ewigen Treck, der über Umwege stets nach Osten führt. 800 Mal wurde unterwegs geprobt, 600 Konzerte wurden gespielt, ebenso viele Liter Wodka  wurden verzehrt, 480.000 Kilometer zurückgelegt, 12 Musiker verschlissen, 8 Kinder geboren, 80.000 Besucher bespaßt, ein Akkordeon abgebrannt, 8 Platten aufgenommen. Auf nordische Barbaren aus Rammstein ist man unterwegs getroffen und auf die sonnigen Toydolls, überall dort hat man gelagert, wo alle gerne einen Halt einlegen. In Steinbrücken, beim Force-Attack, im "Löwen" in Ebersbrunn, wo karierte Decken auf den Tischen liegen und Hackepeter mit Ei serviert wird. Im Café Mocca zu Thun, wo Musiker fünf Gänge verspeisen und "Musik ist Scheiße" auf dem Dach steht. 

Doch da die vier stets in der Gegenrichtung fuhren, haben sich wenig Allianzen gebildet. Und niemand hat die vier bisher einsteigen lassen in seinen gepolsterten Sechsspänner. Und wenn sich doch mal eine solche Mitfahrgelegenheit  bot, haben sie sich zurückgezogen und den Kartoffelgeist befragt. Das Ergebnis hieß stets: Lieber noch ein bisschen frieren - aber auf dem eigenen Schlitten. Die Einsamkeit hat dafür gesorgt, dass die vier eine eigene Sprache entwickelten. Russische Volksmusik mit den Mitteln des Aufstands: Russian Speed Folk, wie sie denen aus dem Westen sagten. Von Anfang an war das ein begehrter Dialekt, auch wenn es viele, die nach Westen blickten, lange Zeit nicht wahrhaben wollten. Längst untergegangene Sender rissen sich um die vier, und wer seine Gäste erfreuen wollte, lief gern mal hinter dem Schlitten her.

 

In der Weite der Steppe bleibt es nicht aus, dass Reisende verschwinden gehen. So verloren die vier auf halber Strecke ihre Stimme, ein Organ, ohne dass zu leben zunächst unmöglich schien. Es ist schließlich aber auch in diesem Fall gelungen, sich zu ändern und sich treu zu bleiben. Aber manchmal, wenn es dunkel wird am Horizont, wenn die Türen geschlossen und der Ofen geheizt ist, kommen die Erinnerungen. Und dann geht ein Gruß ins kalte Omsk.

Inzwischen sind die vier auf dem Schlitten nicht mehr so einsam wie zu Beginn der Reise. Im eigenen Land haben sich Propheten eingefunden, die in ihren Hinterhöfen Taiga, Moskwa und Ural beschwören; es haben sich auch andere Gruppen aufgemacht auf den Spuren nach Osten, manche kamen von sehr weit her. Einige davon stecken noch in dunklen Kellern, andere tanzen auf der Hochzeit der Großen und Reichen. Manche wurden dort gleich angestellt oder sind selbst recht groß und reich geworden. Die Potsdamer vier aber spielen überall  - aber immer nur als Gast. Schließlich muss die Reise weitergehen. Und so lange alles beim Alten bleibt aud der Piste nach Leningrad, hat auch der Wetterkommissar ein Einsehen: Es regnet nie, wenn sie spielen.

 

KURZFORM:

Es regnet nie, wenn sie spielen...

Am Anfang war der Beat. Der Off-Beat, der zwischen dem Osten und dem westlichen Pop, zwischen der Polka-Sphäre und dem Ska-Universum schon immer eine heimliche Brücke geschlagen hat. Nur hat erst eine Mauer fallen, ein Bildersturm aufziehen und ein aufkratzendes Jahr ins Land gehen müssen, bis jemand den schmalen Steg über den Folklore-Graben beschritt. Der angelsächsischen  Coolness den Rücken kehrte, um auf das slawische Moll zu tanzen, auf die russische Seele anzustoßen und sich am Pathos des Bolschewismus zu berauschen.

Entstanden ist auf der einsamen Reise nach Osten eine eigene musikalische Sprache, die 44 Leningrad schon seit 1992 "Russian Speed Folk" nennen. Seit Kaminers Russendisko und die Klezmer-Balkan-Welle die deutschen Clubs in Beschlag genommen haben, weiß eine breitere Öffentlichkeit um dien Charme der eklektizistischen Mischung aus Ska, Punkt, Polka und Folklore. Der Nachahmer gibt es viele, doch auch nach 20 Jahren klingen die Potsdamer nach Original. Acht Tonträger hat die Gruppe inzwischen veröffentlicht, 600 Konzerte vor 80.000 Besuchern gespielt, 600 Liter Wodka verdrückt, 12 Musiker und ein Akkordeon verschlissen - und acht Kinder geboren. Und noch ist kein Ende der Reise abzusehen.

 

INTERVIEWS

 

15.12.2010 MAZ Potsdam:


INTERVIEW: „Wir waren natürlich schon vorher da“
Seit 20 Jahren mixen „44 Leningrad“ russische Volkslieder mit Punk und Ska /Jubiläumskonzert im Waschhaus
Die Potsdamer Band „44Leningrad“ feiert am Sonnabend im Waschhaus 20-jähriges Bestehen. Ulrike Eisenreich und Thilo Theo Finke waren von Anfang an dabei. Mit ihnen sprach Volker Oelschläger.


MAZ: Wofür steht Leningrad, was bedeutet Ihnen dieser Name?
Thilo Theo Finke: Es ist 20 Jahre her, dass wir uns den Namen gegeben haben. Damals wurde Leningrad in St. Petersburg zurückbenannt. Aber warum sollte dieser Name sterben? Wir sagten: Wir behalten ihn. Und deshalb – wir waren damals vier Leute – nannten wir uns „Four for Leningrad“, „Vier für Leningrad“. Später wurde daraus in Ziffern „44 Leningrad“.
Ulrike Eisenreich: Eine andere Namensidee war „Greeting from cold Omsk“.
Finke: Omsk ist eine Stadt in Südsibirien. Wir wollten einfach so tun, als kämen wir von ganz weit her.
Was macht den Reiz aus von Liedern wie „Katjuscha“ oder „Partisanen vom Amur“?
Finke: Die russische Musik ist einerseits molllastig und melancholisch, andererseits aber auch extrem kraftvoll. Beides ergibt es eine ganz eigene Mischung.
Eisenreich: Als ostdeutsche Bürger haben wir diese russische Musik ja mit der Muttermilch getrunken, und wir haben sie über die Wende hinübergerettet. Die Nostalgie kam erst später dazu. Je weiter die DDR weg war, desto mehr Nostalgie haben die Leute in uns reingedichtet. Aber das war etwas, was wir gar nicht geplant hatten.
Schwingt nicht auch Trotz mit bei dieser Art von Musik?
Finke: Sicher ist es zu Beginn auch eine Trotzreaktion gewesen. Nach der Wende guckten alle nur noch in den Westen. Wir waren die einzigen, die in Richtung Osten blickten. Und wir spielten diese Lieder auf eine andere, kecke, freche Art. Ein Jahr vorher hätte man uns vielleicht noch dafür eingesperrt. Wir haben es geschafft, eine ganz typisch östliche Geschichte mit dem Westen zu verbinden. Eine Brücke zu bauen, die es noch nicht gab.
Das erste Konzert war im Frühjahr 1990 in der damaligen Kunstfabrik in der Hermann-Elflein-Straße. Wie kam es dazu?
Eisenreich: Wir hatten in einem besetzten Haus im Holländischen Viertel unseren Probenraum. Eines Tages lief einer von der Kunstfabrik vorbei, hat uns gehört und gefragt, ob wir dort spielen wollen.
Finke: Dieses Konzert war eine Spaßnummer, aber es kam sehr gut bei den Leuten an. Wir konnten fünf Lieder damals und mussten sie dreimal spielen. Wir hatten auch noch nicht gesungen. Es war alles instrumental.
Sind Sie sich im Musikstil über die 20 Jahre treu geblieben?
Finke: Treu geblieben sind wir uns bei der russischen Folklore als Motiv. Nur haben wir das Thema angereichert mit Punkrock, mit Einflüssen von Metal bis zu Ska, Reggae und Balkanbeats. Da sind wir immer sehr variabel gewesen. Doch der Grundstock sind die russischen Volkslieder.
Haben Sie als Band mal eine richtig schwere Sinnkrise gehabt?
Eisenreich: Wir befinden uns eigentlich in einer Dauersinnkrise. Weil wir eine Hobbyband sind und alles nebenbei machen, ist das wirklich viel Arbeit. Und da wird man manchmal müde, schafft gewisse Sachen nicht, da werden die Brötchen eben kleiner gebacken, da sind wir manchmal unzufrieden, und da kriselt es auch manchmal. Aber dadurch besteht die Band auch schon so lange.
Wollten Sie als Band mal von der Musik leben können?
Eisenreich: Nein. Wir hatten mehrere Angebote. Aber wir haben alle tolle Jobs, da hat sich die Frage nicht gestellt.
Wie oft haben Sie schon in Russland gespielt?
Eisenreich: Leider noch nie. Aber eigentlich doch. Wir haben schon einmal in einer Kaserne gespielt in Brandenburg an der Havel, in einem großen Saal auf einer großen Bühne vor russischen Soldaten. Sie sind im Gleichschritt einmarschiert, zack, dann saßen sie.
Wie haben die Soldaten das Konzert aufgenommen?
Eisenreich: Sie waren etwas schockiert, einige sind rausgegangen. Aber zum Schluss wurde applaudiert.
Haben Sie auch in Potsdam noch Begegnungen mit der Sowjetarmee gehabt?
Finke: Unser erstes großes Konzert im Lindenpark war noch mit einer russischen Dixielandband als Vorband. Nach dem Konzert kam eine Frau, legte Zettel und Stift hin und fragte: Würdet ihr auch mal bei einer Privatparty spielen, ich weiß ja nicht, wie weit euer Weg ist. Und ich fragte, was sie mit dem weiten Weg meint? Mensch, wir sind aus Potsdam. Da guckte sie mich groß an und war wieder weg. Damals kannte man uns halt noch nicht und selbst die Potsdamer dachten, wir sind von irgendwo.
Eisenreich: Also wir haben schon mehrere Einladungen nach Russland bekommen. Aber es ist sehr kompliziert, da hinzukommen, und es kostet auch einfach Geld.
Finke: Es gibt auch immer wieder Einladungen aus Frankreich oder Italien, aber wir sind eben eine Amateurband, das muss man so sagen, auch wenn es ziemlich professionell rüberkommt. Wir haben einfach die Zeit und die finanziellen Mittel nicht für größere Touren.
Russische Kultur wurde vor einigen Jahre mit dem Phänomen der Russendisco erneut enorm populär. Wie haben Sie das erlebt?
Eisenreich: Wladimir Kaminer hat das bekannt gemacht bis weit in den Westen hinein. Wir waren natürlich schon vorher da, keine Frage. Aber bis dahin waren wir eher Paradiesvögel, mit denen die Leute nicht richtig was anzufangen wussten. Nach Kaminer war das dann überhaupt keine Frage mehr.
Zur Jubiläumsfeier am Sonnabend erscheint eine neue CD mit dem Besten aus 20 Jahren. Welches ist Ihr persönlicher Lieblingstitel?
Eisenreich: „O Russ moja – Oh Russland mein“.
Finke: Und da sowohl die alte, als auch die neue Version. Wir sind jetzt schon so lange auf dem Markt, dass wir uns selbst covern. Es ist schön, sagen zu können, ich kann auf mein eigenes altes Liedgut zurückgreifen und erschaffe damit etwas neues. Das ist schon verrückt.
Gibt es ein Konzert, das Ihnen in der Rückschau besonders wichtig ist?
Finke: Es gab ein Festival an der holländischen Grenze vor 30 000 Leuten. Da hatten im Jahr zuvor „Subway to Sally“ gespielt als Hauptband, und nun waren wir die Hauptband. Uns kannte dort kaum einer und die Leute sind trotzdem total abgegangen. Beim Soundcheck schon – vor der Bühne waren 10 000 Leute – begannen sie zu tanzen und zu pogen. Das war schon beeindruckend.
Eisenreich: Schön und wichtig für uns alle ist die Bunte Republik Neustadt in Dresden. Das Dresdner Publikum ist wirklich zuckersüß.
Und die Heimspiele?
Eisenreich: Konzerte in Potsdam sind schon lustig. Da siehst du den Typen, der permanent deine Straße kreuzt, auf einmal tanzen. Aber es macht Spaß. Sie sind hier gut drauf und sie haben ordentliche Tanz-Zappelbeine.

Konzert am 18. Dezember im Waschhaus, Beginn: 21 Uhr, vorab spielen die „Cellolitas“, Berlin.

 

17.12.2010 Potsdamer Neuste Nachrichten:

 

Wodka gehört noch immer dazu


Die Potsdamer Band 44 Leningrad wird 20 und feiert heute in bewährter Tradition im Waschhaus.
Von Dirk Becker


Da sind diese Ringe an den Händen von Ulrike Eisenreich. Zwei silberne Ringe. „Das sind die Ringe meiner beiden Familien“, sagt Ulrike Eisenreich.
Der eine an der rechten Hand ist ihr Ehering. Der an der linken Hand, schmaler und mit Schriftzeichen graviert, ihr Bandring. Vor ein paar Jahren hat sie ihn nach einem Konzert von einer Russin geschenkt bekommen. „Das ist dort wohl so üblich“, sagt sie. Was aber in kyrillischen Buchstaben auf diesem Ring steht, weiß Ulrike Eisenreich bis heute nicht. Sie hat es nicht übersetzen lassen. Ein kleines Geheimnis, das es zu bewahren gilt.
Ulrike Eisenreich hat auf beide Ringe gezeigt als Antwort auf die Frage, wie wichtig ihr die Band 44 Leningrad nach all den Jahren noch sei. Nicht einfach nur Band, sondern Familie, obwohl 44 Leningrad seit nunmehr 20 Jahren immer noch als Spaß- und Freizeitunternehmen unterwegs sind. Aber das durchaus mit professionellen Ansprüchen. Die Musiker um Sängerin und Akkordeonistin Ulrike Eisenreich, Künstlername Ullli, mit drei L, haben miterlebt wie manche Bands, die früher bei ihnen im Vorprogramm spielten, Musik zu ihrem Beruf gemacht haben und damit auch erfolgreich wurden. „Da ist es auch schon vorgekommen, dass wir dann irgendwann bei denen als Vorband aufgetreten sind“, erzählt Ulrike Eisenreich. Es klingt kein Neid oder Frust mit, wenn sie davon berichtet. Eher so etwas wie bescheidene Genugtuung, nach all den Jahren immer noch regelmäßig auf die Bühne zu gehen und vor ausgelassenem Publikum spielen zu können.
Aber trotzdem, wie fühlt man sich nach 20 Jahren 44 Leningrad?
Ulrike Eisenreichs Blick wird ernst. „Alt“, antwortet sie, dabei das A in gespielter Verzweiflung gedehnt. Dann lacht sie.
20 Jahre 44 Leningrad, das sind 20 Jahre „Russian Speed Folk meets Wodka to go“, wie es so treffend auf der bandeigenen Internetseite heißt. Und am heutigen Samstag wird aus diesem Anlass entsprechend ausgelassen im Waschhaus gefeiert. Ein Ort, den 44 Leningrad all die Jahre immer wieder für ihre Konzerte besucht haben. Doch angefangen hat es ein paar Straßen weiter, mitten in Potsdams Innenstadt.
Dort in der „kulturfabrik“ in der Elfleinstraße gaben Ulrike Eisenreich, Thilo Theo Finke, Silvio Hoppe und Yeti ihr erstes gemeinsames Konzert. Damals noch namenlos. Denn hier waren vier Musikbegeisterte zusammengekommen, die ihre Liebe zur russischen Folklore mit Ska-Rhythmen, Punk und allerlei anderem treibenden Musikzeugs verfeinerten. So entstand ein Mischung, die jede Partylaune befeuert und selbst dem Trinkfesten Schweißperlen auf die Stirn treibt. Gesungen wurde und wird selbstverständlich fast ausschließlich in russischer Sprache.
„Nach dem Konzert wollte man uns für drei weitere Veranstaltungen buchen“, sagt Ulrike Eisenreich. Darum musste ein Bandname her. Zur Auswahl standen „Greeting from cold Omsk“ und „44 Leningrad“. Die Entscheidung fiel schnell. 44 Leningrad – gelesen Four for Leningrad, im Deutschen 4 für Leningrad – war einfach eingängiger und prägnanter.
Zu ihrem 20. Geburtstag haben sich die Musiker von 44 Leningrad ein besonderes Geschenk gemacht. Sozusagen ein Best-of-Album mit 18 Titeln aus der Bandgeschichte, schön chronologisch geordnet. Denn Ordnung muss schließlich sein. Los geht es mit „Russischer Wodka“. Und spätestens beim dritten Lied mit dem Titel „Natascha“ wird Jedem klar sein, hier liegt ein kleiner Juwel, gefüllt mit herrlichsten Trinkliedern, die man selbst mit wodkaschwerer Zunge noch laut und fröhlich mitgrölen kann: „Komm Natascha küss mich / Komm Natascha küss mich / die ganze Nacht / Komm Natascha küss mich / Komm Natascha küss mich, bis der Morgen erwacht.“ Es braucht keiner weiteren Erklärung, dass es bei diesem treibenden Russian Speed Folk natürlich nicht allein beim Küssen bleibt.
Diese Vorliebe für die russische Musik und Sprache verwundert dann doch, vor allem wenn Ulrike Eisenreich erzählt, dass sie das Russische in ihrer Schulzeit in der DDR regelrecht übergestülpt bekommen hat. „Aber wir haben dann einfach da weitergemacht, wo wir 1989 aufgehört haben.“ Dieses Mal frei von jeglicher Ideologie vom großen sowjetischen Bruder und natürlich auch frei von jeglicher Nostalgie. Diese russische Musik voller Seele und Melancholie, voller dunklem Moll und heftigsten emotionalen Ausbrüchen sei einfach zu schön, um nicht von ihr gepackt zu werden.
Dieses Zupacken hält bei Ulrike Eisenreich nun schon seit 20 Jahren an. Das sind laut Bandchronik über 800 Proben, während sie unterwegs waren zu ihren mittlerweile 600 Konzerten. Sie haben über 480 000 Kilometer zurückgelegt und in den vergangenen Jahren zwölf Musiker verschlissen. Darunter eine waschechte Opernsängerin, ein regelrechtes Prachtweib von Format. 44 Leningrad haben in den vergangenen 20 Jahren acht Alben aufgenommen, sie haben acht Kinder zur Welt gebracht und ein Akkordeon in Flammen aufgehen lassen. Und noch immer ist da das Verlangen, an Wochenenden oder nach einem harten Arbeitstag in den Tourbus zu steigen und sich auf den Weg zum nächsten Konzert zu machen.
Aber gab es in all den Jahren nicht doch die Überlegung, dieses nervenaufreibende Musikerleben aufzugeben?
„Mehr als nur einmal“, sagt Ulrike Eisenreich. Aber wie in jeder Familie gehören solche Krisen einfach dazu. „Außerdem will ich immer wieder im Bus sitzen und mich darüber aufregen, wenn wir schon wieder anhalten müssen, weil einer von den Jungs pinkeln muss.“ Das liegt dann wohl an dem legendären Wodkakonsum, den man ihnen ja nachsagt.
Ulrike Eisenreich winkt ab. Geschichten, die gern erzählt werden. Der Wodka gehört zwar noch immer dazu. Aber in Maßen. Denn ganz so jung sei man ja, trotz der 20, nun auch nicht mehr.


44 Leningrad am heutigen Samstag, 21 Uhr, im Waschhaus in der Schiffbauergasse. Der Eintritt kostet 13 Euro

 

 

 

KONZERTKRITIKEN

 

44 Leningrad 12.02.2011 im KesselhausLager Singwitz

(von Kundi - www.puhdys-forum.de)


Meister Röhrig aus den Comics von Brösel wäre am Sonnabend im Kesselhaus Singwitz bestimmt der Schreck gehörig in die Glieder gefahren und er hätte in seiner Not sicher Lehrling und Gesellen mit den Worten „Eckhard, Werner –ich glaub die Russen sind da.“ zur Hilfe gerufen. Dabei waren gar keine echten Russen da, sondern „nur“ die Band 44 Leningrad aus Potsdam. Na gut, es wird sicher auch Leute geben für die Potsdam in Russland liegt, aber der Normalfall ist das nicht *grins*. Aber darüber möchte ich an dieser Stelle nicht weiter philosophieren, sondern lieber einen meiner berüchtigten Konzertberichte schreiben ;-).
Als ich im Kesselhaus Singwitz ankam, gönnte ich mir erstmal einen Kaffee und machte es mir auf einer Couch bequem. Nachdem ich das heiße Getränk genossen hatte, machte sich wohlige Wärme in mir breit. Ich beobachtete die Leute um mich herum. Freunde und Bekannte waren heute jedoch hier eher nicht zu erwarten. Ganz unmerklich wurde ich müde und ich begann allmählich vor mich hinzudösen.

Das hätte ich mal lieber nicht tun sollen, denn plötzlich setzte mit ohrenbetäubender Lautstärke die sowjetische Nationalhymne von der Konserve ein. Ich war darüber so erschrocken, dass ich sofort wieder hellwach war. Aber ich wusste auch, dass ich jetzt noch ein paar Minuten Zeit hatte, denn außer dem vielen Bühnennebel( den meine Digicam und ich immer noch hassen) und dem blauen Licht passierte auf der Bühne noch nicht viel. Die Musiker nahmen nur Aufstellung und warteten dann auch noch die Hymne „Der heilige Krieg“(„Священная война“) ab. Für mich zählen diese beiden weltweit bekannten Melodien zu den großartigsten Werken sowjetischer bzw. russischer Prägung, weil sie so erhaben-feierlich, schwermütig, melancholisch und kraftvoll zugleich klingen. Dass 44 Leningrad sie als Intro benutzten, fand ich originell. Ich als gelernter DDR-Bürger war in diesen Minuten trotzdem irgendwie zwiegespalten, einerseits grinste ich vor mich hin, weil die augenzwinkernde Show der Potsdamer mich begeisterte, andererseits bekamen meine Gedanken wieder Flügel und entfleuchten zurück in die Vergangenheit in der manche übereifrigen Leute uns solche Lieder manchmal aufzwingen wollten. Aber als Jugendliche waren wir wohl hoffnungslose Fälle. Wir wollten lieber Slade, Suzi Quatro, Karussell oder die Honky Tonky Band hören. Heute mag ich aber diese vertonten Monumentalwerke irgendwie.

Mit dem „Geburtstagslied“ („Пусть бегут неуклюже“) einem in Russland sehr populären Kinderlied legte die Band dann endlich los. Manche kennen das Lied vielleicht auch unter dem Titel „Lied des Krokodils Gena“, denn es stammt aus einer Trickfilmserie. Eine deutsche Version des „Geburtstagsliedes“ hat übrigens der Liedermacher Gerhard Schöne auf dem Album „Kinderlieder aus aller Welt“ veröffentlicht. 44 Leningrad verliehen dem Ausgangswerk natürlich gehörig mehr Schmiss und Tempo. Das ist ja das Faszinierende an dieser Band, dass sie gerne in fremden Gewässern wildert und aus traditionellen Volksmelodien und/oder bekannten Liedern der Popgeschichte etwas völlig Neuartiges zaubert. Einige dieser wirklich originellen Stücke durften die Besucher des Kesselhauses am vergangenen Sonnabend hören. Da wurde aus „Das Model“ von der Electro-Band Kraftwerk plötzlich ein russisch anmutendes Instrumentalstück mit viel Pfeffer und das ohne irgendwelche Keyboardklänge. Daran schloss sich mit „Vorn dort“ gleich ein Lied mit deutschsprachigem Gesang an. Ich kannte das Teil irgendwoher und ich hatte eine leise Erinnerung, wie das Original geklungen hat. Aber ich kam erst sehr viel später mit Hilfe des allwissenden Internets darauf, dass der Titel „Von dort kam sie her“(Text: Gisela Steineckert,
M.: Arndt Bause) in den siebziger Jahren vom Chanson- und Schlagersänger Jürgen Walter gesungen wurde und auf dessen ersten Amiga-LP zu finden war. Eigentlich könnte man über nahezu jedes gespielte Lied ein paar erklärende Worte schreiben, aber das hilft nicht wirklich weiter. Diese Band muss man live erleben und ich garantiere euch, das wird zum Erlebnis.

Der Musikstil von 44 Leningrad ist schwer zu beschreiben. Herkömmliche Schubladen würden nur teilweise oder gar nicht passen. Die Band selbst nennt das Ganze Russian Speed Folk. Ich habe da eine andere Erklärung: Man nehme einen Mixer und in diesen gibt man einen gehörigen Schluck Folklore aus den weiten Russlands, etwas Rock, Punk und Ska, einen deftigen Schuss Metal und vielleicht auch noch eine winzige Prise Schlager. Dazu kommen noch eine Handvoll Phantasie und ein bis zwei Löffelchen Humor. Weitere Zutaten sind möglich. Ganz wichtig ist, dass man dann den Mixer auch eine ganze Weile auf höchster Stufe arbeiten lässt und den fertigen Musik-Cocktail selbstverständlich ungefiltert serviert.
Was dann herauskommt, ist reine Zappel- bzw. Tanzmusik. Es ist eigentlich unmöglich bei 44 Leningrad cool und total bewegungslos vor der Bühne zu stehen. Die Band reitet beim Konzert eine Attacke nach der anderen auf die Tanzmuskeln. Nun gehöre ich ja der Fraktion der leidenschaftlichen Nichttänzer an, aber ich habe mich mehrmals dabei ertappt, wie ich doch kräftig mitgewippt habe, vom Mitsingen einiger Lieder ganz zu schweigen.
Nach einer kurzen Anlaufphase tanzten tatsächlich nicht wenige Leute vor der Bühne.

Die Band gab aber auch wirklich Gas. Neben den für Rockmusik typischen Instrumenten Gitarre, Bass, Schlagzeug und dem Gesang sorgte besonders Ulrike „Ullli“ Eisenreich mit ihrem Akkordeon für die typischen Folkloretupfer. Frontmann Thilo „ Theo“ Finke setzte ebensolche Tupfer mit Mandoline und Balalaika. Basser Romuald Leonhardt spielte zeitweise
auch Klarinette. Das von Silvio Hoppe äußerst druckvoll gespielte Schlagzeug und die wilde E-Gitarre von Yeti machten den Sound mehr als komplett. Dazu herrschte bei der Band auf der Bühne auch Feierstimmung. Da wurde gerockt was das Zeug hielt, gab es bei „Troika“ wilde Tanzeinlagen und nebenbei gab es noch den einen oder anderen witzigen Kommentar. Diese ausgelassene Partystimmung war wirklich eine Wohltat. Auch in den Liedern steckte so manche Überraschung. Bei einem Lied nahmen sie Anleihen bei „Ghostriders in the Sky“, was ich gar nicht so unpassend fand, denn als Jugendliche sangen wir auf diese Melodie gerne „Es war in einer Sommernacht am Rande des Urals“. Das Volkslied „Heimat“ endete als Ramones-Klassiker „Sheilla is a Punkrocker“. Beim Arbeiterkampflied „Warschawjanka“ blitzte plötzlich Chatschaturjans „Säbeltanz“ durch. Um beim Beispiel mit dem Mixer von vorhin zu bleiben, es war als hätte dieser an mancher Stelle die Zutaten nicht richtig durchgerührt und deshalb konnten sich die Zuhörer an solchen Einlagen freuen. Beim italienischen Partisanenlied „Bella Ciao“ intonierten diese Havelkosaken im Mittelteil die Trauerhymne „Unsterbliche Opfer“. Als 44 Leningrad auch noch das „Lied von der unruhevollen Jugend“ (Песня О Тревожной Молодости) nachlegten, stand ganz sicher wieder ein breites Grinsen in meinem Gesicht. So ein klein wenig (N-)Ostalgie im Sinne von Erinnerung an ein unbeschwertes Heranwachsen ist ja aus meiner Sicht auch nichts Verwerfliches;-). Die allerletzte Zugabe war dann die Abendgrußmelodie vom Sandmännchen. Was bleibt abschließend zu sagen? Schön war’s mal wieder mit 44 Leningrad und das auch noch fast vor der eigenen Haustür im Kesselhaus Singwitz. Perfekter kann ein solcher Abend kaum sein.


Gruß Kundi

P.S: Am Freitag ist 44 Leningrad in der Chemiefabrik Dresden zu Gast;-)

 

29.09.01 44 LENINGRAD im ALARM! (Zwickau)

Special Drink des Abends waren "Sto Gramm" Wodka, dies nur vornweg und Na Starovije! (...) Nach der Umbaupause wurden unter den Klängen eines Intros in Form von klassischem Sowjetpathos noch schnell ein paar "Buratinos", das russische Pedant zum Pinoccio, an den Mikrofonständern aufgeknüpft, und los gings. Mit Akkordeon, Bass, E- Gitarre und Schlagzeug wurde losgerockt, und auch die Gäste konnten nicht mehr still halten. Es wurde getanzt und gepogt, dass es stellenweise schon gefährlich war, mit vollem Bier in Richtung Bühne zu gehen. Das Progamm von 44 LENINGRAD bestand überwiegend aus Standards der russischen Volksweisen und ehemals real existierenden sozialistischen Arbeiter- und Kampfschinken, sowie ein paar Eigenkompositionen. Von Lied zu Lied nahm die Stimmung ausgelassenere Ausmasse an und die Temperaturen stiegen. "Katjuscha" oder die "Partisanen von Amur" liessen kein Auge trocken und nach dem Gig wurde vom Publikum vehement eine Zugabe gefordert, welche noch eine weitere nach sich zog.

www.alarm.de

 

Force Attack Festival 2001

44 Leningrad aus der Hauptstadt sorgen mit ihrem krachigen Russenpartyrock überall für Abtanzekstase, so geschehen auch diesmal (wie schon vor 2 Jahren) beim Kultfestival an der Ostsee. Ob Wolgaschlepper, Sascha oder altrussische Volksweise, hier groovte definitiv der Bär!

www.germanrock.de

 

27.12.1998: 44 Leningrad + Petticoat Government im Kurzschluß / Coswig

Den Kurzschluß in Coswig (bei Dresden), eine alte Halle im Industriegelände, erreicht man nur, wenn man gut zu Fuß oder im Besitz eines Autos ist. Die Errungenschaft Straßenbahn tut es sich nicht an, so weit zu fahren. Meine dritte Begegung mit 44 Leningrad wurde diesmal durch die Frauen-Punk-Band Petticoat Government eingeleitet. Die 3 Mädchen aus Dresden brauchen mit Sicherheit zwar noch etwas Übung, aber was aus den Boxen kam, war astreiner Punk. Das Publikum riß die Musik zwar nicht aus dem Sitzen, aber spärlicher Applaus bewieß, daß es so schlecht nicht war. Mir jedenfalls haben sie gefallen! Wenn der Enthusiasmus der Gäste eine Maßzahl für die Güte der Band ist, so sind auch 44 Leningrad diesmal nicht so gut weggekommen: Die Masse brauchte erstmal 4-5 Songs, um sich auch nur ein bißchen in Bewegung zu setzen. Aber als sie es sich dann überlegt hatte, gab es kein Halten mehr. Die große Halle bot viel Platz und so hatten die Leute viel Spaß beim Toben. Übertrieben haben es da aber leider ein paar Gören, die sich einfach nicht unter Kontrolle hatten. Ich hatte, wie bereits im KNM vor 2 Monaten das Problem, daß mir nach etwa der Hälfte des Konzertes die Puste ausging und ich mich keinen Deut mehr bewegen wollte. In den bequemen rumstehenden Sesseln ließ es sich aber gut relaxen. Wenn mir also irgendwer verraten kann, die ich meine Kondition verbessere... aber bitte ohne Anstrengung! Insgesamt also mal wieder ein 44-Leningrad-typisches, extrem gutes Konzert mit Schwitzfaktor 100%.

www.retrospec.de/musik/

 

02.11.1998: 44 Leningrad + Pressgang im KNM / Dresden

Den Beginn des langen Abends machten erwartungsgemäß Pressgang. Wir konnten uns nicht einigen, ob sie als Vorband oder gleichberechtigt zu 44 Leningrad gekommen waren. Den Zuschauern war's egal - die ersten Reihen machten sich schonmal mit Tanzen warm. Die Frau am Bass und die 3 Männer, die wohl aus Irland kamen, spielten Irish-Folk im weitesten Sinne. Der mit Gitarren-Rock vermischte Sound gab meinem Gehör nach zu urteilen auch ab und an Ska-ähnliche Klänge von sich. Einigen Leuten, die wohl die Schnelligkeit der nachfolgenden Band erwarteten, war die Musik zu langsam, was sie zu Äusserungen wie diesen verleitete: "Die Leute auf der Bühne haben scheinbar mehr Spaß als ihre Musik". Tatsächlich rockten die männlichen Mitglieder der Pressgang (spricht man wohl englisch aus!) ziemlich ab, während die Dame sich darauf konzentrierte, ein freundliches Gesicht zu machen und ihr Instrument zu schonen.Von kurz nach 9 bis halb 11 hatten Pressgang keinerlei Mühe, die Massen in ihren Bann zu ziehen. Die Musik machte Spaß und die Vorfreude auf den Hauptact stieg. Etwas Speed gefällig? Etwas laute Musik dazu? Und eine herumspringende Meute auch? Dann war man genau richtig bei 44 Leningrad. Ab 23 Uhr stieg die Luftfeuchtigkeit (oder war es Schweiß?) auf nahezu 100%. Die Fenster schwitzten und wurden aufgerissen, Menschen fetzten sich die Klamotten vom Leib und alles nur, weil vorn 5 MusikerInnen ihre Stimmen und Instrumente quälten. Etwas, was normalerweise nur in der Scheune funktioniert, nämlich daß der ganze Saal springt und tobt, gab es diesmal auch auf dieser vom GAG 18 organisierten Party im KNM. "Volksweisen" aus dem Musikbuch des Ostens früherer Jahre um den Faktor 5 bis 10 beschleunigt gaben den Rhythmus vor. Der Klang der Anlage im Klub war diesmal nicht so scheppernd wie bei anderen Konzerten, so daß man auch die Musik und nicht nur die Bässe genießen konnte. Wer zwischendurch die unteren Räumlichkeiten aufsuchte, in denen meist parallel eine Disko läuft, fühlte sich in eine andere Dimension versetzt. Gegen die Geschwindigkeit von oben hörte sich Rosenstolz unten wie eine Rentner-Kaffefahrt ins Grüne an! Vielleicht lag es daran, oder an den für Montags-Events in der Mensa "hohen" Eintrittspreisen von 12 bzw. 15 DM, jedenfalls waren diesmal wirklich der Großteil der Besucher im Konzert-Bereich. Trotz aller guter Stimmung gab es auch eine traurige Sache, die wohl die meisten im Saal nicht kalt ließ (wobei das sowieso kaum der Fall gewesen sein kann): Die Sängerin Jule vermisste ihre Buratino-Puppe, die wohl vor dem Konzert noch auf der Bühne und nun auf unerklärliche Weise verschwunden war. Leider fand sie sich nicht wieder ein. Dafür fand ich den Abend wirklich super, obwohl ich nach dem Konzert nicht die kleinste Lust verspürte, mich noch einen Zentimeter zu bewegen. So viel schnelle Musik ist arg anstrengend...

www.retrospec.de/musik/

 

Russische Weihnachten mit "44 Leningrad" (Support: "Spitfire") in Annaberg-Buchholz (Alte Brauerei) / 28.12.98

Nun denn, es ist mal wieder Zeit sich zu bewegen (Sport is ja gesund, oder so).Knapp eine Woche nach der St.-Annen-Weihnachtsfeier im Marx ging`s wieder nach ANA, um der "russischen Weihnacht", insziniert durch "44 Leningrad" mit ihrem Support "Spritfire", zu fröhnen. Schon von weiten erkennst du, dass wohl was los sein muss, denn vor dem Einlassportal sammelt`s sich kräftig. Aber das soll dich ja nicht abschrecken, sondern eher erfreuen , denn wenn`s voll ist, wird`s gemütlich. Nun, Abendkasse: DM 15,-. Großes Warten im Café der A.B., weil Soundcheck. Bereits jetz merkst du , dass du kleidungsmäßig einen Fehler gemacht hast: wäre ein T-Shirt nicht besser als der Norweger-Pulli. mächtige Hitze schon vorm Sport. Ach naja, wird schon gehen. Irgendwann: offene Türen, JUHU. Und dann noch ne Ecke später (so gegen 22 Uhr) heizte "Spritfire" (echt Russland-Import, nämlich St.-Petersburg) ordentlich mit Ska (man mische Regga mit Punk und schüttle kräftig) ein. So die üblichen "Schunkeleien", sagen wir mal Ellenbogenakupunktur, die weit bekannten (Tanz-)Bewegungen, die halt so jeder tut. Das tut gut, das geht ins Blut. Nun, die sechs Russen da vorn schauen ganz lustig drein. Ganz links positionierten sich die drei Bläser: Posaune, Trompete, Saxophon (genau in dieser Reihenfolge sei auch der Grad des Glanzes genannter Instrumente zu bemessen; sich im Sax zu spiegeln schien unmöglich). 'Ne Gitarre, ein Bass und noch ein Schlagzeug, das sind Spitfire. Nach ein wenig Aufwärmgeschunkel werden die Hörer aufgefordert, irgendein russisches Wort aussprechen zu können, man soll später damit singen. Es klang circa so: Chui. Komischerweise findet das Wort keine Anwendung im folgenden Stück - auch Wurscht. Die Russen versuchten sich auch mit deutschem Gesang, aber der wahr kaum zu verstehen (entweder durch die Instrumente oder vokabular verhört ). Nach ner Stunde osteuropäischer Vergnüglichkeit gönnst du dir ne Pause zu Flüssigkeitsabsorption. Oh, welch Zufall gerade willst du wieder mit "einsteigen" , verabschieden sich die Sechs. Ok, dann kannst du dich auch mal länger im Cafe ausruhen. Ganz bald aber vernimmst du neue tiefe Schallwellen, die dich locken, doch wieder in den Haufen von Leuten zu hüpfen, welche nun zum Hauptding des Abends "abrocken" : "44 Leniengrad" legt los und das nicht zu knapp. Irgendwie kannst du dich an eine Schallplatte zu Ehren Lenins erinnern: russisches Liedgut wird von den Fünfen da vorn mit Speed - Folk aufgepeppt und so zum besten gegeben. Du bist so mittem im Gewühl, da kommt so´n Typ mit´n Becher Bier und probiert wie "sporttauglich" dieser wohl ist. Wie nicht anders zu erwarten, besteht der Becher den Test nicht und ergießt sich im Raum inklusive deinem linken Ärmel. Wahrscheinlich testen mehrere Leute ähnliches aus, woraus eine schöne Rutschpartie auf der Tanzfläche resultierte. Aber sowas erhöht eigendlich nur den Spaßfaktor. Nun, wer schubst gehört zurückgeschubst. Das geht eigentlich immer gut. Doch irgendwie passiert´s: die Brille eines Kollegen (Namen unwichtig ) geht nach der Attacke nieder. Alles nicht so schlimm, wäre da nicht das trampelnde Volk: Wer sucht der findet. Teilweise. Die Brille ist ganz geblieben, bis auf Gestell, Bügel und Gläser: ganz futsch. Tja, das passiert. Und was lernen wir daraus: Wer mitmachen will, soltte sich der Sehhilfe entledigen. So gegen 1 Uhr war die Zeit der deutsch-russischen Völkerverständigung und des Kulturaustauschs. Zur Freude aller instrumentierte "44 Leniengrad" und "Spitfire" sangen dazu. Bravo. So, noch´n bissl Abschiedsmucke (hart und kräftig ) und dann war auch dieses Zeremoniell vorüber: Doswidania! Wie immer shweißdurchnässt suchst du in der Toilette das Waschbecken auf, um dich zu erfrischen, denn der abtrocknende Schweiß auf deiner Stirn fängt an unangehmerweise zu brennen. Noch ne kleine Ruhepause, dann Aufbruch heimwärts. Wie spät es war, ist schlecht zu sagen: Aufgrund seismologischer Aktivitäten sind die Uhrzeiger um 1 Uhr 4 und 33 Sekunden stehengeblieben - an den Batterien kann´s nicht liegen, denn das Display zeigt noch was an, aber nicht die erwünschte Zeit. Nach Erkundigung steht fest: kurz nach 2. Na dann tschüss... Resümee: im Osten geht´s heiß her, nur die typische Winterkälte hat gefehlt, damit sibirische Atmosphäre aufkommt.

http://schule.freiepresse.de/lkgschlettau/Neulich2..htm

 

...Es folgte eine mir völlig unbekannte Formation: "44 Leningrad" aus Potsdam. Mit der Erwartung, ein normales Konzert zu sehen, stand ich vorne, und mir fiel fast die Kinnlade runter...: eine Mischung aus russischer Folklore und Punk- und SKA-Elementen kombiniert mit der absolut genialen Stimme von Frontfrau Jule. Die 1990 gegründete Combo, die man ausspricht wie: "Four for Leningrad", brachte die gesamte Glocke zum Läuten und die fünf Musiker mußten spielen, bis ihnen die Zugaben ausgingen. Sollten sie demnächst mal wieder irgendwo in der Gegend auftreten: HINGEHEN!!!

www.kokopelli.de/rockkoko/konkri/hammer13.htm

 

KONZERTANKÜNDIGUNGEN

 

EIERTANZ VOL.4 - 44 LENINGRAD (Thun - CH, MOKKA, 11.04.2004)

44 Leningrad spielen so, als ob man ein russisches Estraden-Ensemble auf Drogen gesetzt hätte. Während noch ein Schifferklavier im imaginären Birkenwäldchen jammert, wird die Heimatmelodie gemeuchelt von Gitarren-Sperrfeuer und einem Schlagzeuger, dem scheinbar nichts wichtiger ist, als mit Karacho einer wildgewordenen Schar besoffener Budjonny-Reiter hinterher zu stürmen. Die Band nennt diese Art der Totalverausgabung "Russian Speed Folk". Klar, dass mit Vorliebe Russisch gegrölt wird und auch säuseliger Balaleika-Klang die "Partisanen vom Amur" nicht weich zu betten vermag.
"Sie sind die Reparaturbrigade für Lenins Elektrifizierung. An Ihnen hat es gelegen. Sie sind Schuld am Chaos. Sie kamen zu spät. Und jetzt, wo sie merken, dass sie dem Zusammenbruch hinterher reisen - jetzt versuchen sie, alles noch raus zu reissen. Die Regler aufgedreht! Russischer Strom für das Land!"

 

44 LENINGRAD (Unifest Karlsruhe 2000)

Man nehme die Seele des russischen Volksliedguts, reiße sie heraus, betrachte sie von allen Seiten und stelle sie inmitten eines Gebäudes aus kraftvollem Rock. Das ganze funktioniert hier mit einer ordentlichen Portion Partylust und Tanzwut. Irgendwie schon mal gehört, und zwar bei den Leningrad Cowboys? Falsch geraten, denn 44 LENINGRAD sind schneller, komplexer, sebstzerstörerischer. Die finnischen Namensverwandten schlachten Rußland aus, bis ein potentieller Hit hervorkommt. Diese Potsdamer Kapelle jedoch läßt die Ideen sprudeln. Bis alles einen neuen Zusammenhang erhält. Dem offensichtlichen Spaß dabei kann sich der geneigte Hörer nur schwer entziehen...

www.usta.de/RefAk/Kultur/Unifest/SoSe00/bands.html

 

EINE RUSSISCHE NACHT (Halle Turm, 20.03.2000)

Die russische Seele wußte schon in grauer Vorzeit, wie man die Nacht zum Tage macht. Die Ingredenzien hierfür sind einfach: ein spezielles Getränk in rauhen Mengen und gute Musik. Eine der wenigen Bands aus deutschen Landen, die diese Mixtur in kürzester Zeit zu einem brodelnden Party-Gemisch verwandeln können, sind 44 LENINGRAD. Ihren Stil nennen sie selbst Russian Speed Folk. Mit Hilfe einer herkömmlichen Rockband, verstärkt durch Akkordeon und der schönsten Stimme zwischen Omsk und Tomsk, erfährt russisches Volks- und Kampfliedgut eine kraftvolle und äußerst partytaugliche Wiedergeburt im Stile der 90er. Sozusagen die Elektrifizierung der russischen Seele. Hoch die Regler und natürlich hoch die Tassen! Wodka und Soljanka sollen an diesem Abend in Strömen fließen. Nie war die Erinnerung an das Land des Roten Oktober so wertvoll wie heute!

 

44 LENINGRAD - Russian Speed Folk aus Potsdam und Turbo-Disco von DJ SOLARIS (Hannover Bei Chez Heinz, 02.04.1999)

44 LENINGRAD...haben die Polka im Blut! Die Formation aus Potsdam bringt die Party mit einer Mischung aus Volks- und Kampfliedgut des alten Mütterchen Russland rasend schnell zum Siedepunkt... Völlig respektlos bearbeiten sie die alten Weisen und die kommunistischen Propaganda-Smasher, verarbeiten alle Klischees von Soljanka bis Matroschka und treiben dann mittels Akkordeon im richtigen Moment die traurigschöne russische Volksseele moll-lastig durch den Saal. Die "Ikonenschändung" der 44 LENINGRAD kennt nur ein Motto: "Russland ist Party". Ein Universalkonzept, das aufgeht und dem sich auch der letzte Stimmungsignorant nicht entziehen kann.

www.beichezheinz.de/prog/99-04/

 

Party vorm Kreml

Bizarr geht es nicht nur anderswo zu, sondern auch im Erzgebirge. Um das Gelände der Kniebreche nun schon zum neunten Mal. Dabei reicht das Musikspektrum des MARIENBERGER BIZARRE diesmal von Gothic Rock, Electro Metal, Folk bis hin zu Pop Core und Dark Rock. Zu den Abräumern werden am 7. August 44 LENINGRAD (Foto)zählen. Mit einer Rezeptur namens Russian Speed Folk bewahren sie russisches Volks- und Kampfliedgut vor dem Verschleiß. Vordergründig erfolgt die Rock-Balsamierung durch Akkordeon und "der schönsten Stimme zwischen Omsk und Tomsk" von Sängerin Jule. (BLITZ Stadtmagazin Chemnitz zum Marienberger Bizarre 2000)

www.blitz-stadtmagazin.com/splitter/c_990701.htm

 

REZENSIONEN

 

Post-Sowjet-Punk made in Potsdam

Was einst Junge Pioniere beim Gruppennachmittag wenig begeistert trällern mussten - die revolutionären Lieder. aus dem sowjetischen Bruderland nämlich - das taugt seit einer Weile schon als Fundgrube für respektlos rockige Neu-Bearbeitungen. Zu den Vorreitern dieser Art Post-Sowjet Punk zählt die Potsdamer Band "44 Leningrad" die seit 1990 mit Karacho musikalisch durch Steppen und Gebirge zieht. Da verbinden sich Balalaika- und Akkordeon-Klänge mit PogoRhythmen, Gitarren donnern auf Budjonnys Spuren. Auch westliches Liedgut schützt nichts vor der ' Russifizierung. Die Genossen dürften im Grabe rotieren, und in den Tanzpalästen ist ebenfalls Bewegung angesagt. Denn die Lieder vom Klassenkampf taugen heute zum Massentanz. Und 44 Leningrad` werden nicht müde, immer wieder ihre Speed-Folk-Maschine anzuwerfen und das Erbe durch den Wolf zu drehen, das sonst nicht mehr zu viel taugt. Außer vielleicht zur sentimentalen Untermalung von Veteranentreffen. Bei den Potsdamern ist wenig Platz für Sentimentalität. Sie blitzt höchstens mal auf, wenn Sängerin Jule ihre Sopranstimme in himmlische Höhen schraubt... Wozu sie auf dem aktuellen Album "STO!" leider zu selten Gelegenheit bekommt. Denn die Band hat sich zu einer noch schärferen Gangart entschlossen und zergrölt lieber sogar die eigentlich zärtlichen Stücke. So wird "Von dort!" mit Wodkastimme gekrächzt, erst zum Ende müssen die durchgeknallten Gitarren einem Walzerdreh weichen. Ein Akkordeon deliriert in"Padam Padam"'in schwindelerregenden Kreisen. Schwere Rockriffs zitieren in "Mamamia" ein Motiv der deutschen Electronic-Band Kraftwerk. An anderer Stelle müssen Edith Piaf und Herbst in Peking dran glauben. Die Band hat überhaupt das Revier erweitert, in dem sie wildert. Auch orientalische Gesänge haben jetzt ihren Platz. Wenn sich 44 Leningrad doch einmal zur Sentimentalität hinreißen lassen, dann mit äußerster Konsequenz. ..,Die "Wolgaschlepper" müssen sich gut eine Viertelstunde lang den Fluss hinaufschleppen. Der Song bohrt sich mit hypnotischen Schleifen so lange in die Gehörgänge, dass er tagelang nicht wieder zu vertreiben ist. Es sei denn, man lässt die CD noch einmal laufen und meidet das Schlussstück. (Gerd Dehnel / MAZ 07.04.2001)  

 

44 LENINGRAD Sto!

(kein Booklet aber extrem tolle Aufmachung!!)   Die Russen kommen! Nein, keine Angst, diesen Herren und Dame(n) hat es zwar das alte, früher 'eingeprügelte', russische Volksliedgut angetan, aber sie spielen es dann doch etwas schneller als die Genossen das gern hätten - nämlich in einer leicht punkigen Version und mit einer gehörigen Prise Ironie. Da wakkelt nicht nur der Potsdamer Rayon, sondern schon ganz Ostdeutschland, wo man mit solcher Musik scheinbar immer noch mehr anfangen kann. Fette Gitarren, peitschendes Schlagzeug und wodkaraue Stimmen sind die eine Seite des Quartetts, russische Seele und akkordeonverträumte Schunkelkiänge die andere... Mit dem inzwischen fünften Album wagen sich die Potsdamer auch erstmals in andere musikalische Landschaften vor. So ist es 44 Leningrad gelungen ein unglaublich fetziges russisches (H) Cover von Edith Piafs " Padam, Padam " zu zaubern. Außerdem liefern sie mit "Tangüskü-dara " ein türkisches Lied. Durchzogen wird "Sto! " zudem immer wieder von Skaklängen, die es ordentlich grooven lassen. Eingefleischte Fans werden natürlich kritteln, dass die großartige Stimme von Ex-Frontfrau Jule zu kurz kommt, weshalb die Herren ihre tiefen Bässe etwas mehr zur Geltung bringen müssen. Die Frau mit der Stimme einer echten Babuschka ist seit einiger Zeit, wie auch auf diesem Album, lediglich als Gastsängerin zu hören. Aber dafür kommt man bei "Bela Ciao" noch mal göttlich auf seine Kosten. Was für eine Stimme! (Claudia Frenzel / Folker Nr. 5 / 2001)  

 

44 LENINGRAGD: STO!

Drei Jahre sind nach der Veröffentlichung ihres letzten Albums und zehn nach ihrem ersten Tonträger vergangen. Wen interessiert's? Das Akkordeon spielt verloren die sowjetische Nationalhymne als Auftakt für die Polka ins Nichts, ins hier und nie mehr wo anders. Zeit spielt an diesem Ort keine Rolle mehr: "von dort wo die Winter viel kälter sind, von dort wo die Alten viel älter sind, von dort wo die Ebenen viel weiter sind, von dort wo die Flüsse viel breiter sind, von dort wo die Märchen wie Lieder sind" ("von dort!"). Es ist kein Zufall, dass sich dort, wo die Sehnsüchte größer sind, dort, wo die Gefühle intensiver sind, die wodkatrunkene russische Seele mit dem weinselig gefühlsstarken französischem Chanson trifft. Oder kurz: der Bär tanzt mit Edith Piaf ("padam padam"). Doch was hat "Sie ist ein Model" von Kraftwerk ein Stück später ("mamamia") dort zu suchen? Die Musik der 44 Leningrad hat etwas von einem Soljankaeintopf. Man findet ständig neue Bestandteile ohne sofort zu erkennen, um was es sich handelt und im welchem Essen sie vorher waren. Aber ebenso wie bei der Soljanka sollte man sich beim Hören dieser Scheibe darüber nicht zu sehr den Kopf zerbrechen (war der Anfang von "bella ciao" nicht die von den COMMUNARDS in den 80ern gecoverte Version von DONNA SUMMMERSJ feel love"). Die Hauptsache ist doch: es schmeckt! (WAHRSCHAUER Nr. 42 / 2001)  

 

44 Leningrad - Sto!

"Zusammenwürfeln, was (eigentlich) nicht zusammen gehört", das ist seit nunmehr fast zehn Jahren das musikalische Programm von 44 Leningrad. Im Osten haben Ähnliches vor allem Herbst In Peking schon früher versucht, im Westen machten früher Marilyn's Army etwas ähnliches. Eingebracht hat es beiden Bands nie mehr als Kultstatus und auch 44 Leningrad dürften wohl nur einen recht überschaubaren Fankreis ansprechen. Zum Sortiment des Gemischwarenladens gehören klassisches russisches Liedgut ebenso wie Anleihen bei Edith Piaf oder den Butlers. "Russian Speed Folk" ist dieser seltsame Stilmix bereits getauft worden, und obwohl ihm eine gewisse Partytauglichkeit nicht abzusprechen ist und 44 Leningrad gleich zu Beginn der Platte eine nette Version der russischen Nationalhymne intonieren - für eine ernsthafte Band klingt das Quartett zu ironisch, aber für eine Parodie sind sie leider nicht witzig genug. Wie die Russen das ja lange schon gewöhnt sind: Hier gibt's weder Fisch noch Fleisch. -Carsten Wohlfeld-

www.gaesteliste.de  

 

44 LENINGRAD - sto!

deutschrock im russischen folklore-gewand? erbarmen, BITTE! wer härter im nehmen ist als der nichtsnutzige rezensent, darf sich immerhin über eine sehr schicke und außergewöhnliche metallverpackung dieser cd freuen. aber wie gesagt, musikalisch geht das einfach gar nicht! Copyright by TRUST und Torsten (alle Rezensionen von Torsten)

www.realmusic.de/rezensionen/home.php3?id=16226

 

Sonstiges:

 

20.12.94 Dresden (Sportgymnasium)

40 Jahre Sportgymnasium. Die Jungs der Band "Keine Ahnung Hochspannung" (später primitief) angagierten uns zu ihrem Schulfest. Wir kamen und begeisterten die Massen. Zur Feier des Tages coverten wir die DOORS, die HOSEN und 44LENINGRAD. Bei "Eisgekühlter Bommerlunder" kam ein völlig betrunkener Kunde auf die "Bühne" und versuchte sein Glück am Mikrophon. AAiiiiiiissgäküüüült…

www.die-stars.de